Samstag, den 31.01.2026

Die Förderung von Kindern mit Lernstörungen wird häufig von den Eltern übernommen. Dies kann als belastend empfunden werden und mit Unsicherheiten verbunden sein. Forschungsergebnisse zeigen, dass elterliche Einstellungen gegenüber der eigenen Förderkompetenz die Entwicklung der Kinder beeinflussen können. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Studie, wie sich insbesondere negative elterliche Überzeugungen auf das Maß und die Qualität der Lernunterstützung auswirken.

Insgesamt nahmen 101 Eltern an einer Online-Befragung teil, in der sie zu allgemeinen Belastungen, Kompetenzzweifel, dem Umfang der häuslichen Lernunterstützung, der Bereitschaft zur Weiterbildung sowie Wünschen der Eltern hinsichtlich der Unterstützung befragt wurden. Des Weiteren wurden Informationen zum Thema „Fixed Mindset“ erhoben. Hierunter wird die Einstellung verstanden, dass die Fähigkeiten des eigenen Kindes unveränderbar sind.

Die Untersuchung zeigte, dass die häusliche Förderung als starke Belastung empfunden wird und zu 87% von den Müttern getragen wird. Je belasteter sie sich fühlen, desto mehr ziehen sie sich von der Förderung zurück. Elterliche Wünsche zielten auf methodisch-didaktische und emotionale Unterstützung sowie schulrechtliche Maßnahmen ab, um das eigene Kompetenzgefühl zu stärken. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass nachhaltige Förderung interdisziplinär und auf mehreren Ebenen ansetzen sollte. Eine qualifizierte Lerntherapie kann dies leisten.

Link zur Studie:
https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/2235-0977/a000465

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